Was man als Dolmetscher verdient

Der Dolmetscher ist in der Regel Freiberufler. Sehr wenige unter ihnen sind in einer Behörde fest angestellt. Oft arbeiten Dolmetscher mit einem Übersetzungsbüro wie ALLESPRACHEN, ein Dolmetschungsdienstleister aus Graz, zusammen, um mehr Aufträge zu erhalten. Außerdem hat man dann nicht das Problem der Kundenakquise, das sehr zeitintensiv ist. Allerdings sollte man wissen, dass man dann nicht das ganze Honorar ausgezahlt bekommt; ein Teil davon geht an das Unternehmen, das die Vermittlung des Auftrags übernommen hat. Doch dafür hat besonders der Berufsanfänger den Vorteil, viel Erfahrung sammeln zu können.

Dolmetscher

Der Dolmetscher beherrscht mindestens eine Sprache auf dem Niveau des Muttersprachlers. Die anderen Sprachen sind erlernt. Wer bilingual aufgewachsen ist, hat einen enormen Vorteil, denn neben der perfekten Beherrschung zweier Sprachen hat man in den meisten Fällen auch Kenntnisse über die kulturellen Aspekte des Landes.

Wer heute in den Beruf einsteigen will, hat bessere Chancen, wenn er seltenere Sprachkombinationen beherrscht. Die Kombination Englisch – Deutsch ist schon fast Voraussetzung für alle. Auch Spanisch – Deutsch wird von immer mehr Dolmetschern angeboten. Kann man jedoch Koreatisch, Chinesisch oder Japanisch, hat recht gute Chancen. Bietet man zum Beispiel Chinesisch – Spanisch oder Italienisch – Russisch an, so wird man sich vor Aufträgen kaum noch retten können. Diese Aufträge kommen nicht nur aus der Wirtschaft, sondern auch von Organisationen oder Behörden.

Als Freiberufler erhält man für seine Leistung ein Honorar, das man sich selbst festlegt. Allerdings ist es sinnvoll, vorher etwas auf dem Markt zu forschen, um zu erfahren, wie diese Leistungen in der Regel vergütet werden. Das kann dann der Orientierung dienen. Darüber hinaus sind die Preise für Dolmetschungen auch den eigenen Bedürfnissen anzupassen, denn schließlich hat man nicht nur Einnahmen, sondern auch Ausgaben, zum Beispiel für technische Hilfsmittel oder Spesen. Somit müssen auch jene Stunden berechnet werden, in denen man eigentlich nicht produktiv ist und sich mit der Organisation beschäftigen muss.